Einheitliches Dokumentationssystem
der Klienten und Klientinnen der Drogenhilfe

Arbeiten mit DOKLI (allgemein)

Hinweise zu möglichen Datumsformaten

Bei der Datumseingabe werden auch "vereinfachte" Eingaben akzeptiert und in das erforderliche Format gebracht:

Eingabe Ergebnis
1.1.6 01.01.2006
1/1/6
1,1,6
1 1 6
1.1.06
1/1/06
1,1,06
1 1 06
01.01.2006
01/01/2006
01,01,2006
01 01 2006

Auch Monatsnamen werden erkannt.

Wie kann man einen zweiten Administrator anlegen?

Melden Sie sich als Administrator an und wählen Sie den Hauptmenüpunkt "Administration". Klicken Sie auf Ihre angezeigte Einrichtung, wählen Sie die Sektion "Benutzer". Füllen Sie das Formular unter "Neu" aus. Als Rolle für den neuen Benutzer wählen Sie "Administrator". Speichern Sie.

Was gilt als Leitdroge, wenn Subutex als einzige Substanz aktuell konsumiert wird und ärztlich verschrieben ist?

Als Leitdroge sind "Opiate" anzugeben, da sie der Grund für die Substitutionsbehandlung sind. Subutex ist in diesem Fall nicht zu dokumentieren (Die Substitutionsbehandlung wird in DOKLI an anderer Stelle erfasst).

Leitdroge bei Klientinnen und Klienten, die sich in Substitutionsbehandlung befinden

Bei der Dokumentation der Konsumproblematik dürfen Opioide, die regulär im Rahmen der Substitutionsbehandlung verwendet werden, nicht erfasst werden - dies soll der Tatsache Rechnung tragen, dass die Substitutionsbehandlung eine Therapie und kein "Problem" ist. Als Leitdroge gilt in diesem Fall jenes Opioid (z. B. Heroin), das ursprünglich - auch wenn dies vielleicht einige Jahre zurückliegt - als Leitdroge verwendet wurde und zur Substitutionsbehandlung führte. Das im Rahmen der Substitutionsbehandlung regulär eingenommene Opiod wird im Rahmen der Drogenanamnese nicht erfasst (sondern an anderer Stelle unter: "Situation zu Betreuungsbeginn"). In der Substitutionsbehandlung eingesetzte Opioide werden nur dann als Leit- oder Begleitdroge angekreuzt, wenn entsprechende Substanzen von KlientInnen ohne Verschreibung konsumiert werden - d.h. entweder "(illegaler) Beikonsum" neben einer Substitutionsbehandlung oder "(illegaler) Konsum" ohne Substitutionsbehandlung.

Leitdroge von Personen mit behördlicher Therapieauflage

Unter Leitdroge ist jene Droge zu verstehen, welche der Klientin / dem Klienten aus deren/dessen subjektiver Sicht die meisten Probleme verursacht. Dabei bezieht sich die Problemdefinition - angelehnt an ICD-10 - auf psychosoziale und gesundheitliche und nicht auf rein rechtliche Problemstellungen. Sofern bei einer Person mit behörtlicher Therapieauflage keinerlei "problematischer" Konsum gegeben ist, soll auch keine Leitdroge dokumentiert werden sondern "ausschließlich rechtliche Problematik" angekreuzt werden.

Beispiel: Person B wird in Ihrer Einrichtung ausschließlich aufgrund einer behördlichen Weisung wegen Cannabiskonsum betreut. Der Cannabiskonsum findet nur gelegentlich statt und verursacht weder psychosoziale noch gesundheitliche Probleme. In diesem Fall ist bei Cannabis "ausschließlich rechtliche Problematik (kein Problemkonsum)" anzukreuzen. Es wird zu Person B keine Leitdroge erfasst.

Abschließen von Klienten/Klientin, Betreuungsende

Als Betreuungsende gilt das Datum des letzten Face-to-Face-Kontakts mit der Klientin / dem Klienten. Eine Betreuungssequenz ist dann beendet, wenn (1) die Betreuung beendet wird (z. B. regulär, Abbruch, Vermittlung in andere Einrichtung) oder (2) die Klientin / der Klient ohne entsprechende Abmachung länger als ein halbes Jahr nicht in der Einrichtung erscheint. Datum des Betreuungsendes ist der letzte Face-to-Face-Kontakt mit der Klientin / dem Klienten. In Ausnahmefällen kann auch der letzte telefonische Kontakt als Betreuungsende definiert werden. Dies ist aber nur dann der Fall wenn eine Face-to-Face Betreuung telefonisch weitergeführt wird und diese Weiterführung der Definition von Beratung oder Betreuung entspricht.

Die Vorgabe lautet, dass spätestens sechs Monate nach dem letzten Face-to-Face-Kontakt der Klient / die Klientin abzuschließen ist (sofern es sich um keinen geplanten Abschluss handelt).

Vor dem Upload der Jahresdaten müssen daher die noch offenen Betreuungen durchgesehen werden, und nach Wissensstand entsprechend abgeschlossen werden. Sonst kann es zu Unstimmigkeiten bei den Betreuungssequenzen und Jahresauswertungen kommen.

Wiederholte Betreuung ein und derselben Person

Es ist wichtig, dass bei wiederholten Betreuungen einer Person (auch im Laufe eines Kalenderjahres) jeweils eine eigene Betreuungssequenz angelegt wird.

Beispiel: Person A war vom 1.1. 2012 bis 15.4. 2012 in Ihrer Einrichtung in drogenspezifischer Betreuung und wurde in DOKLI dokumentiert und beginnt am 1.11.2012 eine neuerliche Betreuung. Es müssen daher für das Jahr 2012 zwei Betreuungssequenzen zu Person A dokumentiert werden.

Wenn Sie die DOKLI-Software verwenden ist am 1.11. folgendes zu tun: Unter "Suchen" im Menü KlientIn ist Klient A aus der in der rechten Bildschirmhälfte erscheinenden Liste durch Mausklick auszuwählen. Person A erscheint nun durch den Mausklick auf der linken Bildschirmhälfte. Wenn Sie dort nochmals auf Person A klicken und danach auf "Stammdaten" können Sie die Stammdaten von Person A überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren (z. B. wenn sich die Adresse geändert hat). Nachdem Sie etwaige Änderungen in den Stammdaten gespeichert haben, ist eine neue Betreuungssequenz anzulegen. Dies bewerkstelligen Sie indem Sie unter der Überschrift Betreuungssequenz auf "Neu" klicken.